Ärztetag: Bundes- und Landespolitik muss dafür sorgen, dass die durch (Flug-) Lärm verursachten Krankheitskosten den Verursachern aufzulasten sind! Soziale Sicherungssysteme sind zu entlasten!

Der 117. Deutsche Ärztetag, der vom 27. bis zum 30. Mai 2014 in Düsseldorf tagte, hat sich erneut zum Thema Lärmschutz der Bevölkerung zu Wort gemeldet. Das Parlament der Deutschen Ärzteschaft, das zugleich das höchste beschlussfassende Gremium der deutschen Ärzteschaft ist, hat sich damit nach dem 115. Ärztetag erneut klar für den Schutz der Bevölkerung positioniert.

In der aktuell gefassten Entschließung hat sich der Ärztetag dem Problem der u.a. auch durch Fluglärm ausgelösten Krankheitskosten zugewandt. Dadurch, dass das Fluglärmschutzgesetz die Bevölkerung eben gerade nicht vor Fluglärm schützt, entstehen vermeidbare Krankheiten und damit auch unnötige Kosten für die Sozial- und Krankenversicherungssysteme.

Damit werden ausgerechnet dem Gesundheitssystem, dass mit einer erheblichen Finanzierungsproblematik zu kämpfen hat, völlig unnötig Gelder entzogen, die im Gesundheitswesen dringend gebraucht werden, sei es, um Versicherungsbeiträge senken oder stabil halten zu können, sei es, um sogar Beiträge senken zu können, oder sei es, um die Aufgaben der Gesundheitsversorgung zu erfüllen, nämlich Kranke behandeln zu können.

handelsblatt.de: Bund und Länder wollen „Tag und Nacht“-Betrieb ausgewählter Flughäfen

Das Handelsblatt meldet am 14.01.2013 um 18:07 Uhr mit einer Exklusivmeldung, dass sich Bund und Länder auf ein Flugverkehrskonzept verständigt haben sollen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig stärken soll. Ausgewählte Flughäfen sollen rund um die Uhr betrieben werden.

Wie das geschehen soll, und wie absehbare Widersprüche mit dem dann nahezu unmöglichen Lärmschutz aufgelöst werden sollen, lässt sich der Meldung leider nicht entnehmen.

Lesen Sie mehr in dem Artikel auf handelsblatt.de:

Bund und Länder wollen „Tag und Nacht“-Betrieb ausgewählter Flughäfen

Die Studie von Basner et al. aus dem Jahr 2013, veröffentlicht im Lancet, hat in Form eines narrativen Reviews die auditiven und nicht-auditiven Effekt von Fluglärm untersucht.

Die Forscher haben Daten von Studien aus den Jahren 1980 bis 2013 ausgewertet, die sich mit Fragen des Lärms und Krankheitsfolgen beschäftigt haben.

Gemäß § 32a Luftverkehrsgesetz gibt es beim Bundesministerium für Umwelt (BMU) und beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einen beratenden Ausschuss.

Zu dessen gesetzlichem Auftrag gehört es auch, Empfehlungen zum Schutz gegen Fluglärm auszusprechen.

In seiner 36. Sitzung am 19. November 2013 hat er Aufgabenstellungen beschrieben, die er der neuen Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode empfiehlt abzuarbeiten.

Das Fluglärm ein Problem ist, ist schon lange bekannt. Dieser Film ist bei YouTube veröffentlicht worden und zeigt auf anschauliche Art und Weise, um was es bei dem Thema wirklich geht.

Dieser Film zeigt die unzumutbare Lärmsituation, stellt die dramatischen Folgen für die Gesundheit dar und enthüllt die Ignoranz von Politikern gegenüber den Problemen der Menschen.

Finegold, Schela und Lambert geben in "Noise & Health" einen Überblick über Fortschritte in den (rechtlichen) Festlegungen zum Thema Lärm. Die Autoren stellen fest, dass vor allem in Europa Fortschritte zu sehen sind.

Als ein wichtiges Ziel geben sie an, dass Kosten-Nutzen-Kalkulationen bzw. methodische Ansätze dafür entwickelt werden müssen, um (auch die externen) Kosten für Entscheidungen der Parlamente nutzbar zu machen.

Der Artikel enthält eine Vielzahl an interessanten Quellenhinweisen, die in der Literaturliste des Artikels unter dem u.g. Link erreicht werden können.

In der Märzausgabe 2013 des Ärzteblatts Rheinland-Pfalz sind mehrere Artikel zum Thema Fluglärm und Lärm erschienen. Die Artikel beleuchten das Thema aus verschiedenen Perspektiven, unter anderem kommen das Rheinland-Pfälzische Umweltministerium sowie das Umweltbundesamt, Ärzte der Uniklinik Mainz, der Deutschen Herzstiftung und des Arbeitskreises "Ärzte gegen Fluglärm" zu Wort.

Lärmwirkungen werden unter kardiologischen als auch unter epidemiologischen Gesichtspunkten beschrieben, medizinische und politische Forderungen formuliert - kurzum, das Thema wird breit adressiert und verständlich dargestellt.

Die Artikel sind kostenlos verfügbar. Der Verlag bittet, die PDF's nicht direkt zu verschicken, sondern den Link zum Heft zu versenden.

Ärzteblatt Rheinland-Pfalz - Artikel zum Schwerpunkt "Fluglärm" der Märzausgabe

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